Spaß und Power auf lokaler Ebene
Die vierte Sitzung des Quartiersrates in diesem Jahr fand als Sommerfest statt. Eingeladen waren nicht nur die gewählten Mitglieder des Kiezgremiums und der Aktionsfondsjury, sondern auch alle Menschen aus dem Harzer Kiez, denn der Quartiersrat hatte im Mai beschlossen, seine Treffen künftig für alle Interessierten aus der Nachbarschaft zu öffnen. Für das Fest hat das Team des Quartiersmanagements (QM) einen besonderen Ort ausgesucht: den Biergarten der Berliner Berg Brauerei in der Treptower Straße 39. Das Wetter spielte auch mit. Nach einem wechselhaften Tag kam pünktlich zum Start die Abendsonne durch.
Große Spannweite an Projekten
Zu Beginn gab das QM-Team einen Überblick über die Projekte, die seit 2021 durchgeführt wurden und noch laufen: Die Spanne reicht von den großen Baufonds-Projekten wie die Umbauten in der Kita Wildenbruchstraße, über die mehrjährigen Projekte wie „HarzAcker“ oder „Idyll ohne Müll“, bis zu kleinen machbarschaftlichen Aktionen wie den Tag der offenen Gärten oder Spieleabende im Open Tiny.
Für die drei neuen Projekte „Zuhause im Harzer Kiez“, „Bildungskonferenz im Harzer Kiez 2025“ und „Harzer Kiezladen“ sind kürzlich die Träger ausgewählt worden. Sie können voraussichtlich im September oder Oktober starten. Neue Ideen und Impulse sind aber ständig gefragt. „Wir haben schon unheimlich viel gemacht“, sagte Quartiersmanagerin Sarah König. „Aber wenn ihr das Gefühl habt, dass noch etwas fehlt, dann sagt es uns gern.“ Zum Sammeln von Projektvorschlägen stand auch eine große Ideenbox bereit.
Aktive für den Quartiersrat gesucht
Im Herbst steht turnusmäßig eine Neubesetzung des Quartiersrats an. „Wir hoffen, dass alle Quartiersratsmitglieder weitermachen, freuen uns aber auch über neue Interessenten“, erklärte Quartiersmanager Jan Hanka. Die beiden Sprecherinnen des Gremiums berichteten von ihren Erfahrungen aus den letzten Jahren: „Es macht Spaß und gibt uns eine gewisse Power auf der kleinen, lokalen Ebene“, sagte Anna Lindner. Rebecca Biging ergänzte: „Wir freuen uns, wenn weitere Leute mitmachen.“ Im Laufe des Abends haben mehrere Gäste einen Bewerbungsbogen ausgefüllt. Wenn sich für die 18 Sitze, die für die Anwohnenden vorgesehen sind, mehr als 18 Menschen melden, wird bei der nächsten Quartiersratssitzung am 5. Oktober ausgelost, wer reguläres oder stellvertretendes Mitglied wird.
Katrin Janetzki, Gebietsbetreuerin vom Bezirksamt Neukölln, bedankte sich bei allen Engagierten: „Die Diskussionen im Quartiersrat sind immer sehr wertvoll. Ohne Beteiligung wäre das alles gar nicht möglich.“ Ihr Ausblick: „Ich habe das Gefühl, dass wir hier in den nächsten zehn Jahren noch einiges rocken können.“
Spiel und Musik, Essen und Trinken
Zum Übergang in den gemütlichen Teil des Abends gab es ein kleines Spiel: Jede:r bekam einen Zettel mit der Aufgabe, unter den anderen jemanden zu finden, der oder die zum Beispiel einen Hund als Haustier hat, in der Weserstraße wohnt, Linkshänder ist oder das gleiche Hobby hat wie man selbst. Die meisten haben schnell ein passendes Gegenüber gefunden und sind entspannt miteinander ins Gespräch gekommen.
Den musikalischen Part übernahmen die Kiezmusikerinnen Kemaya und Louie, die Soul- und Pop-Klassiker sangen. Am Büfett konnte man sich mit leckeren Wraps, Tarte- und Quiche-Häppchen stärken. Bei den (natürlich auch alkoholfreien) Getränken der Brauerei tauschte man sich noch lange über Neuigkeiten und alte Geschichten aus und schmiedete neue Pläne für den Harzer Kiez.
Webredaktion












