Nachbarschaftlich, familiär, grün
Jedes Jahr steht im Harzer Kiez ein Aktionsfonds mit 10.000 Euro zur Verfügung. Wer eine gute Idee für die Nachbarschaft und den Kiez hat, kann ganz unkompliziert einen Zuschuss beantragen. Bis zu 1.500 Euro für Sachkosten sind pro Aktion zu bekommen. Über die Vergabe des Geldes entscheidet unbürokratisch eine aus Bewohnerinnen und Bewohnern gebildete Jury jeweils am Monatsende. So können die Projekte in kurzer Zeit umgesetzt werden.
Handeln, spielen und feiern in der Nachbarschaft
Mit einem Zuschuss aus dem Aktionsfonds haben Anwohnende am 7. Juni den Harzer Kiezflohmarkt organisiert. Trotz regnerischen Wetters kamen dort Menschen aus dem Kiez nicht nur zum Kaufen und Verkaufen, sondern auch zu nachbarschaftlichen Gesprächen zusammen.
Der Open-Tiny-Kiosk veranstaltet unter dem Namen „Tiny Games“ regelmäßig offene Spieleabende. Mit Geldern aus dem Aktionsfonds konnten dafür viele neue Gesellschaftsspiele angeschafft werden.
Unterstützt wurde auch die Kick-off-Veranstaltung des Panafrican Festivals am 30. Mai. Bei afrikanischer Musik und afrikanischem Essen kamen viele Leute zusammen, die halfen, das Festival zu planen und mit Leben zu füllen.
Für Halloween hat eine Nachbarin eine Kiez-Kostümkiste aufgebaut: Im Kitaquarium werden Kinderkostüme gesammelt, gereinigt und verliehen. So muss man zu Halloween oder Karneval nicht immer wieder etwas Neues anschaffen.
Aktive Eltern und Familien
Das Elterncafé an der Eduard-Mörike-Schule wurde erneut vom Aktionsfonds unterstützt. Jeden Dienstag kommen hier Eltern zum Frühstück und zum Basteln zusammen und können sich in sechs Sprachen untereinander und mit den Stadtteilmüttern austauschen.
Unter dem Titel „Better together“ will das Familienzentrum Famali Eltern mit Babys und Kleinkindern mit vielfältigen Angeboten helfen. Bei offenen Spiel-, Kaffee- und Tee-Nachmittagen und beim Familienyoga entsteht in entspannter Atmosphäre eine kleine Auszeit für Begegnungen.
Eine Eltern-Kreativ-Handarbeitsgruppe in der Wohnungslosenunterkunft Kiefholzstraße bekam ebenfalls einen Zuschuss. Eltern und Kinder basteln nicht nur Ketten und Schmuck, sondern machen auch kleine Tagesausflüge.
Eine Reihe von Sport- und Kultur-Ausflügen für Familien hat auch eine Anwohnerin organisiert. Dabei haben Kinder und Jugendliche zusammen mit ihren Eltern und Großeltern aktiv Orte in Berlin und im Umland erkundet.
Auf Achse waren auch die Kinder der Wilden Rübe. Sie haben im Pingpong-Park an einem Tischtennisturnier teilgenommen, sind zu einer abenteuerlichen Tretbootfahrt in See gestochen, waren im Illusionsmuseum und auf Karls Erdbeerhof. Außerdem gab es einen Besuch im Kino Wolf sowie Bastelaktionen zu Halloween und zur Adventszeit.
Grün für den Kiez
Die Initiative Wilde Hecken bekam einen Zuschuss für die weitere Pflege der Spatzenhecke am Weigandufer. Es wurden zusätzliche heimische Sträucher gepflanzt, ein ökologischer Kiezspaziergang und eine Fledermausführung angeboten. Außerdem haben die Aktiven für die Wintermonate Vogelfutter und Futtersilos beschafft, die im Quartiersbüro abgeholt werden können.
An der Ecke Rosegger-/Weserstraße haben Anwohnende drei Baumscheiben begrünt. Nach Baumfällungen sah die Straße kahl aus. Darum haben sich acht Leute aus der Nachbarschaft zusammengeschlossen und die Flächen neu bepflanzt und mit einem Weidengeflecht umzäunt.
Damit der Eingangsbereich der Kita Weserwichtel etwas einladender wird, hat die Garten-AG der Kita, bestehend aus Kindern und Eltern, ein Zuschuss für die Begrünung des Vorgartens beantragt. Mit winterharten Pflanzen in Kübeln und kleinen Bäumen wird auch das Straßenbild freundlicher.
Aktionsfonds 2026 aufgestockt
Wer eine ähnliche Idee hat, kann auch im nächsten Jahr wieder Gelder aus dem Aktionsfonds bekommen. Um noch mehr Aktionen zu ermöglichen, hat das Quartiersmanagement den Topf für 2026 sogar um 5000 Euro auf 15.000 Euro aufgestockt. Alle Informationen und das Antragsformular finden sich hier.
Die Aktionsfondsjury sucht übrigens noch zwei Personen als Verstärkung. Wer im Harzer Kiez wohnt und zusammen mit anderen ehrenamtlich über die Projektvorschläge aus der Nachbarschaft abstimmen möchte, kann sich jederzeit beim Quartiersmanagement melden.
Webredaktion













