50 Jahre Kinderlachen

Fotos: Birgit Leiß / Webredaktion

Es ist kaum zu glauben: der pädagogisch betreute ökologische Spielplatz Wilde Rübe und die Kita in der Wildenbruchstraße 25 wurden bereits 1976 eröffnet. Die benachbarten Einrichtungen sind im Laufe der Jahrzehnte zusammengewachsen und ergänzen sich perfekt als Orte der Bildung und der Begegnung für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Zur großen Geburtstagsfeier waren nicht nur Kooperationspartner und Wegbegleiter:innen gekommen, sondern auch Besuch aus dem Bezirksamt Neukölln: Bildungsstadträtin Janine Wolter und Jugendstadträtin Sarah Nagel. Es sei ein toller Kiez mit einigen Herausforderungen, sagte Sarah Nagel in ihrer Eröffnungsrede. Sie sei daher sehr froh, dass es diese beiden Einrichtungen gibt: „Mein Dank gilt allen, die diesen wunderbaren Ort mit Leben füllen. 50 Jahre voller Kreativität, Mitbestimmung und gemeinsamer Geschichten müssen gefeiert werden!“ Nachdem alle gemeinsam ein Geburtstagsständchen gesungen hatten und die Jugendstadträtin eine Torte überreicht hatte, wurde das Fest eröffnet.

Zeitreise in die 70er und 80er

Für die Kinder gab es an diesem Samstagnachmittag in dem schönen, weitläufigen Gelände jede Menge zu entdecken. Ob Quizrad mit dem Förderverein der Kita, Fühlboxen und Becherstapeln mit dem Quartiersmanagement-Team oder Musikinstrumente basteln aus Tetrapaks und Hülsenfrüchten mit dem Familienzentrum Famali - die Jungen und Mädchen hatten jede Menge Spaß. Zudem konnten sie Spiele aus den 1970ern und 80ern kennenlernen, etwa Wasser aus einer Schüssel mit einer Kelle in Plastikflaschen zu füllen. „Das haben wir schon vor 30 Jahren im Kleingartenverein gespielt“, erklärte die Mitarbeiterin vom Jugendamt Rixdorf. Beim Stand der der KungerKiezInitiative e.V. konnte die uralte Technik des Papierschöpfens ausprobiert werden und wer wollte, konnte sich T-Shirts und Taschen mittels Siebdruck gestalten. Natürlich durfte auch eine Hüpfburg nicht fehlen. Als sich herumgesprochen hatte, dass es kostenloses Eis gab, bildeten sich am Eiswagen lange Schlangen.

Ein Blick zurück

Was sich die letzten 50 Jahren geändert hat? Da muss Ferdinand Krüger, Leiter der Wilden Rübe und seit 1999 dabei, nicht lange nachdenken. „Eigentlich nicht viel. Nur die Herkunftsländer der Kinder. Und dass wir jetzt mehr mit anderen zusammenarbeiten.“ Etwa mit der KungerKiez-Initiative, die seit Oktober 2024 für das Projekt Empowerment sowie die Mädchenarbeit zuständig ist. Für das Quartiersmanagement sind die Wilde Rübe und die Kita wichtige Partner. Beide Einrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt im Stadtteil.

In diesem Sinne: Happy Birthday!