Spiele, Leckereien und ein Abschied: das Schulfest der Hans-Fallada-Schule

Fotos: Birgit Leiß / Webredaktion

Foto: Maria Scurrell

Foto: Maria Scurrell

Pünktlich um 14 Uhr, eröffnete Schulleiterin Cordula Schröder, begleitet von Trommelwirbel, das Fest. Sie betonte, wie wichtig die Unterstützung aus dem Kiez für die Schule ist. Viele dieser Partner waren gekommen, etwa Gernot Zessin von Kubus, die beiden Quartiersmanagerinnen und das Team vom ökologischen Spielplatz Wilde Rübe. Dass sich auch Gewerbetreibende für die Grundschule in der Harzer Straße 73/74 einsetzen, sei alles andere als selbstverständlich, sagte die Schulleiterin. Wie schon im Vorjahr nahm sie auf der Bühne einen Scheck vom Nahkauf entgegen. 1329,40 Euro an gespendeten Pfandbons waren zusammengekommen, weitere 3500 Euro legte Michael Lind, Inhaber des Nahkauf-Marktes am Kiehlufer, nochmal drauf. „Sie sind seit 13 Jahren für uns da!“, bedankte sich Cordula Schröder.

Besuch aus dem Bezirksamt

„Die Schule ist für den Kiez da und umgekehrt“ betonte Janine Wolter, Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport von Neukölln, die auch in diesem Jahr das Schulfest besuchte. „Umtriebig und sehr engagiert“ nannte Bezirksbürgermeister Martin Hikel die Schulleiterin. Entscheidend sei, dass die Schule den Schülerinnen und Schülern Perspektiven aufzeigt, so dass jeder und jede das Beste aus sich herausholen kann. Neukölln Bürgermeister blieb ebenso wie seine Bezirksamts-Kollegin noch eine ganze Weile, unterhielt sich mit den Lehrkräften und fragte die Kinder, wie ihnen die Hans-Fallada-Schule gefällt. „Super!“ war die einhellige Antwort.

Vielfalt ist schön

Derweil flitzen die Kinder über das Gelände, ließen sich von den Stadtteilmüttern Henna-Tattoos auf den Arm kleben, hatten jede Menge Spaß mit Wasserpistolen oder zeichneten zusammen mit einer professionellen Illustratorin Comics. Lange Schlangen bildeten sich am Quizrad der Schulstation. „Nenn mir eine Stärke von dir“, forderte ein Mitarbeiter von tandem BTL gGmbH, dem Träger der Schulstation, die Jungen und Mädchen auf. „Ich kann gut rennen“, sagte ein Mädchen. Die neue AG Anti-Diskriminierung, die an der Schule einen Safe Space eingerichtet hat, ließ die Besucher*innen an einer Tafel die Wörter „Alle zusammen“ in verschiedenen Sprachen kleben. An einem anderen Stand konnten die Kinder verschiedene Schablonen von Gesichtern bemalen. Das Ergebnis: wir sehen alle anders auch – und das ist schön! Das Motto „Vielfalt verbindet – wir halten zusammen“ spielte bei vielen der insgesamt 30 Stationen eine Rolle. Die Eltern saßen derweil an den Bänken und ließen sich selbstgebackenen Kuchen, Bulgur-Salat und Würstchen vom Grill schmecken. Das beeindruckende Buffet hatten die Eltern maßgeblich bestückt.

Der Begegnungsort verabschiedet sich nach drei Jahren im Kiez

Einen QM-Projekt-Abschied gab es auch. Der Begegnungsort in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Schule wurde feierlich verabschiedet. Noch bis Ende Juli werden die Angebote durchgeführt, dann ist das Projekt beendet. Der offene Nachbarschaftstreff hat in den letzten drei Jahren tolle Arbeit geleistet, so die beiden Quartiersmanagerinnen Vanessa Machowetz und Sarah König. Vor Ort haben Filmabende, Kochangebote und regelmäßige Treffen des Kiezchors statt gefunden. „Wir können zufrieden zurückblicken“, erklärte Maria Scurrell von tandem BTL., dem Träger des Begegnungsortes. Die Räumlichkeiten des Treffpunks in der ehemaligen Hausmeisterwohnung bleiben natürlich bestehen. Der Schachclub und der Chor werden sich weiter hier treffen, auch die Stadtteilmütter-Sprechstunde wird fortgeführt. Auf dem Schulfest konnten sich die Besucher*innen vom Können und der Singfreude des Chors überzeugen. In farbenfrohen Kostümen präsentierte sich der Kiezchor und rundete das Fest mit guter Laune ab