Klima, Jugend, Bildung

Foto: Jens Sethmann

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Der Quartiersrat des Harzer Kiezes traf sich am 25. März in der Mensa der Elbe-Schule. „Unsere Schule ist in einem Umbruch“, sagte die Schulleiterin Devrim Taner zur Begrüßung. Seit 2018 wird die Schule bei laufendem Betrieb saniert. Glücklicherweise neigen sich die Arbeiten nun ihrem Ende zu.

Klimakonzept für den Harzer Kiez 

Zu Beginn der Sitzung stellte Quartiersmanager Jan Hanka das Kiez-Klimakonzept vor, das in diesem Jahr erstellt wird. Es ist eine Vorgabe der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, für jedes Quartiersmanagementgebiet ein solches Konzept zu entwickeln. „Herauskommen soll ein Katalog von Maßnahmen zum Klimaschutz, die auch den öffentlichen Raum aufwerten“, erklärte Jan Hanka. Denkbar wären zum Beispiel, Orte zur Abkühlung und Verschattung zu schaffen, Flächen zur Regenwasserversickerung zu entsiegeln oder für die Verkehrswende Fahrradständer und Mobilitätsstationen zu bauen. 

Per Ausschreibung wird ein Planungsbüro gesucht, das ab August dieses Klimakonzept zusammen mit der Nachbarschaft ausarbeitet. Auch Kinder und Jugendliche sollen daran beteiligt werden. „Wichtig ist, dass die Maßnahmen realistisch und umsetzbar sind“, so Hanka. Zumindest Teile des Konzepts sollen mit den Projektgeldern des Quartiersmanagements Wirklichkeit werden.

„Zuhause im Harzer Kiez“ verlängert

Anschließend ging es um das Projekt „Zuhause im Harzer Kiez“, bei dem der Träger NeNa e.V. seit September 2025 den Kindern und Jugendlichen aus den Wohnungslosenunterkünften einen leichteren Zugang zu Freizeitaktivitäten ermöglicht. Ende dieses Jahres würde es auslaufen. „Wir sprechen uns dafür aus, das Projekt zu verlängern“, sagte Quartiersmanagerin Sarah König. „Der Bedarf besteht weiterhin.“ Dabei sollten künftig auch weitere Kinder und Jugendliche, die im Kiez unterwegs sind und noch keinen Zugang zu den Angeboten haben, erreicht werden. Der Quartiersrat stimmte einer Verlängerung bis 2029 einstimmig zu.

Vier Ideen für ein Bildungsprojekt

Der größte Tagesordnungspunkt war eine Projektwerkstatt, um ein neues Projekt zu entwickeln, das in diesem Jahr starten soll. „Es steht fest, dass es ein Bildungsprojekt sein wird“, erklärte Quartiersmanagerin Vanessa Machowetz. Mit der Durchführung einer zweitägigen Bildungskonferenz im letzten November hatte sich der Quartiersrat schon auf das Thema festgelegt. Aus den Ergebnissen der Bildungskonferenz und weiteren Gesprächen mit Bildungsträgern hat das Quartiersmanagement-Team vier Projektideen entwickelt, die nun im Quartiersrat zur Diskussion standen. 

In der ersten Idee geht es um Gewaltprävention: Unter anderem durch Sportangebote könnten Kinder und Jugendliche „Dampf ablassen“ und gleichzeitig den Sinn von Regeln und Fairplay erfahren. Elternarbeit steht im Mittelpunkt der zweiten Idee: An Schulen und Kitas könnten Elternbegleitpersonen eingeführt werden, die sowohl Eltern dazu ermutigen, am Bildungserfolg ihrer Kinder mitzuwirken, als auch das Schulpersonal zum Umgang mit den Eltern beraten. Um die Medienkompetenz geht es im dritten Vorschlag: Kinder und auch ihre Eltern sollten dabei im sinnvollen und sicheren Umgang mit Handy und Tablet geschult werden. Die vierte Idee nimmt die Sprachentwicklung in den Blick: Unterstützt durch Sprachmentor:innen könnten insbesondere Kinder im Kita-Alter in ihrer Erst- und Zweitsprache gestärkt und auf den Schuleintritt vorbereitet werden.

Aus vier mach zwei 

Aus diesen vier Projektskizzen galt es, zunächst zwei herauszufiltern. In drei Gruppen diskutierten die Quartiersratsmitglieder über den Sinn, die Umsetzbarkeit und die Dringlichkeit der Vorschläge und notierten schon Anregungen, die bei der Umsetzung zu beachten wären. Am Ende verteilten sie Punkte: Die Ideen zur Gewaltprävention und zur Elternarbeit hatten die Nase vorn.

„Diese beiden Projektideen werden wir nun weiter ausarbeiten und in der nächsten Sitzung vorstellen“, kündigte Vanessa Machowetz an. Bei seinem Treffen am 20. Mai wird der Quartiersrat dann auch darüber abstimmen, welches Bildungsprojekt er letztendlich in die Spur schickt.

Zuletzt informierte das QM-Team zum geplanten Fotowettbewerb, der nun startet. Menschen aus dem Harzer Kiez sind eingeladen, ihre Bilder zum Thema "Mein Harzer Kiez" bis zum 17.05.26 per Mail an das QM-Team zu senden: team@qm-harzerkiez.de. 

Webredaktion