Der Harzer Kiez hat einen neuen Quartiersrat

Foto: Jens Sethmann

Foto: Jens Sethmann

Foto: Jens Sethmann

Der Quartiersrat des Harzer Kiezes kam am 2. Dezember 2025 in der „Ko Kitchen“ zusammen, um neue Mitglieder des Bürgergremiums zu bestimmen. Zusammen mit weiteren Gästen feierten die neuen und die alten Vertreterinnen und Vertreter anschließend gemeinsam den Abschluss des Jahres 2025 mit einem leckeren Essen.

Abbild der Bewohnerschaft

Alle zwei Jahre werden die Vertreterinnen und Vertreter der Bewohnerschaft im Quartiersrat neu gewählt. So erhalten auch neue Interessierte die Möglichkeit, sich in dem Gremium zu engagieren. Außerdem werden ausgeschiedene Mitglieder ersetzt, die aufgrund eines Wegzugs aus dem QM-Gebiet oder aufgrund von begrenzten zeitlichen Kapazitäten nicht mehr im Quartiersrat aktiv sind.

Dem Aufruf, beim Quartiersrat mitzumachen, waren 17 Leute gefolgt. Die Besetzung wurde ausgelost. Aus den zwei Lostöpfen – je einer für Menschen mit und einer ohne Migrationsgeschichte – zog die Losfee Kemaya abwechselnd die Namen. „So kann der Quartiersrat besser die Zusammensetzung des Kiezes wiederspiegeln“, sagte Quartiersmanagerin Vanessa Machowetz.

Niemand ging leer aus

Es wurden nicht nur zwölf Quartiersratsmitglieder ausgelost, sondern auch fünf Stellvertretende. Die stellvertretenden Mitglieder sind wichtig, damit der Quartiersrat auch dann beschlussfähig ist, wenn nicht alle zu den Sitzungen kommen können. Außerdem rücken sie nach, falls jemand im Laufe der zwei Jahre ausscheidet. So fand jede und jeder der Interessierten, die sich für ein Engagement im Quartiersrat angemeldet hatten, einen Platz in dem Gremium. Alle Gewählten bekamen neben einer Blume und einem kleinen Infopaket einen dicken Applaus. Die anwesenden ausscheidenden Mitglieder wurden mit ebenso dankbarem Beifall verabschiedet.

Komplettiert wird der Quartiersrat durch die „starken Partner“: Sie vertreten Schulen, Kitas, Jugend- und Sozialeinrichtungen sowie den Einzelhandel, das Fernheizkraft und die Kleingartenanlagen im QM-Gebiet. Diese Gruppe wurde nicht neu bestimmt.

Vorausschau auf 2026

Auf den neuen Quartiersrat kommen gleich zu Beginn des Jahres Aufgaben zu. Das Quartiersmanagement wird Ideen für neue Projekte in die nächste Sitzung bringen, die dann mit dem Quartiersrat weiterentwickelt werden. Träger von laufenden QM-Projekten werden im Laufe des Jahres weiterhin ihre Arbeit im Quartier präsentieren. Zudem stellen in einigen Sitzungen auch ausgewählte Themen einen Schwerpunkt dar, bei denen es einen größeren Austauschbedarf gibt. Hier wird auch auf die Experten vor Ort gesetzt: „Der Quartiersrat ist herzlich eingeladen, uns Themen mitzuteilen, über die intensiver informiert und diskutiert werden soll“, informierte Quartiersmanager Jan Hanka.

Die neuen Quartiersratsmitglieder haben auch Gelegenheit zu einem Fachaustausch mit anderen Quartiersräten und dem Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler. „Und nächstes Jahr ist ein Sommerfest auf dem Klunkerkranich zusammen mit Quartiersräten anderer Quartiere geplant“, kündigte Quartiersmanagerin Sarah König an. Die Location auf dem Dach der Neukölln Arcaden hat sich schon als Ort für quartiersübergreifende Zusammenkünfte bewährt.

Die jährlich sechs Sitzungen des Quartiersrats sind öffentlich. Interessierte sind immer gern gesehen. Es gibt eine weitere Möglichkeit, sich für den Harzer Kiez zu engagieren: „Die Aktionsfondsjury sucht noch zwei Mitglieder“, erklärte Quartiersmanagerin Yara Pascale Füssel. Die Jury entscheidet, welche Nachbarschaftsideen und Kleinstprojekte mit Geldern aus dem Aktionsfonds unterstützt werden sollen. Der Topf wird im nächsten Jahr von 10 000 auf 15 000 Euro aufgestockt.

Austausch mit der Nachbarschaft

Im Anschluss hatten die vielen neuen Mitglieder die Möglichkeit, die weiteren Mitglieder sowie anwesende Träger kennenzulernen. Für den gemütlichen Teil des Abends hat das Team von „Ko Kitchen“ ein vegetarisches Drei-Gänge-Menü gezaubert. So bot die Sitzung für die versammelte Nachbarschaft einen angenehmen Rahmen, um sich kennenzulernen, zu vernetzen und gemeinsame Aktionen im Harzer Kiez für 2026 zu planen.

Webredaktion